Dr. Barbara Höll, MdB Großer Tag für Gleichberechtigung, Menschenrechte und Demokratie in Polen 11.06.2006
„Die gestrige „Parade für Gleichberechtigung” in Warschau, an der mehrere tausend Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender aus Polen sowie aus zahlreichen Ländern Europas gemeinsam mit zahlreichen Politikerinnen und Politikern teilgenommen haben, ist ein großer Erfolg gewesen und ein großer Tag für Gleichberechtigung, Menschenrechte und Demokratie in Polen. Ich habe gern daran teilgenommen, um aktive Solidarität der Bundestagsfraktion DIE LINKE. sowie der Linkspartei.PDS aus Deutschland zu üben. Die Parade war eine eindrucksvolle Antwort auf die Versuche rechtskonservativer und klerikaler Politiker Polens, europaweit geltende Menschen- und Bürgerrechte für Lesben und Schwule in Polen außer Kraft zu setzen und mit Aufrufen zur Gewalt ein Klima des Hasses und der Einschüchterung zu verbreiten. Für diese Politiker dürfte der gestrige Tag ein Trauertag gewesen sein.”, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion DIE LINKE. am Sonntag nach ihrer Rückkehr aus Warschau.
Sie hatte dort gemeinsam mit zahlreichen Politikerinnen und Politikern aus Polen, der Bundesrepublik sowie aus mehreren europäischen Ländern (u.a. Frankreich, Großbritannien, Schweden) an der Parade teilgenommen. Von der polnischen Regierung forderte sie in einer Diskussionsrunde im polnischen Sejm, die Europäische Charta der Grundrechte sowie die Resolution des Europäischen Parlaments gegen Homophobie zu achten und Minderheiten im eigenen Land zu schützen, anstelle zu Hass und Gewalt aufzurufen. Gemeinsam mit den GrünenpolitikerInnen Claudia Roth, Renate Kühnast und Volker Beck war sie danach mit an der Spitze der Parade der Gleichberechtigung marschiert.
|