LAG Queer der PDS NRW und Bundestagskandidat Jörg Fischer starten Unterschriftenaktion / Rechtssicherheit für Darkrooms gefordert
Die nordrhein-westfälische Arbeitsgemeinschaft QUEER der PDS hat eine landesweite Unterschriftenaktion unter dem Motto "Das Dunkle raus aus dem Grauen" gestartet. Hintergrund der Aktion ist der Umstand, dass Darkrooms noch immer nur geduldet werden, ihre Existenz also eher in einer juristischen Grauzone liegt.
Jörg Fischer, Mitglied des Kölner KreissprecherInnenrates und Bundestagskandidat der PDS, erklärte hierzu: "Unabhängig wie man persönlich zu Darkrooms steht und ob man sie nun in Anspruch nimmt oder nicht: Es gibt sie, sie sind für nicht wenige ein Ort ihrer gelebten, lustvollen Sexualität. Deshalb dürfen sie nicht länger Gegenstand einer gnädigen, jederzeit endenden Duldung sein, sondern müssen endlich auf eine rechtssichere Grundlage gestellt werden. Das wäre dann auch ein sehr konkreter Schritt in Richtung Ent-Diskriminierung und in Richtung Emanzipation in einem sehr konkreten und praktischen Punkt." In diesem Zusammenhang verweist die LAG Queer der PDS-NRW auch auf entsprechende Gerichtsurteile, denen zufolge Darkrooms nicht sittenwidrig sind und daher zulässig sind. Eine Genehmigung von Darkrooms in den Konzessionen wäre daher nur eine logische Umsetzung der Rechtssprechung.
Über die Genehmigung, die ohne zusätzliche Abgaben oder Gebühren erfolgen soll, hinaus wird auch die kostenlose Bereitstellung von Präventionsmaterial im Rahmen der HIV-Vorbeugung durch die einzelnen Gesundheitsämter gefordert. Die Bundessprecherin der AG QUEER der PDS, Ingrid Saalfeld, bedauerte es, das selbst in den Kommunen, in denen "die Grünen etwa, die sich sonst als die Gralshüter der Interessen von Lesben, Schwulen und Transgendern darstellen, jahre- und teilweise jahrzehntelang mit in der Verantwortung waren oder noch immer sind, diesbezüglich nichts oder fast nichts passiert ist." Mit witzigen Aktionen und kommunalen Initiativen wollen die Demokratischen Sozialisten die "verknöcherten Verhältnisse zum Tanzen bringen" und an die Realität des Lebens anpassen. Informationen hierüber wird es auf der AG-Homepage (www.pds-queer.de) geben, die Unterschriftenliste kann ab sofort auf der Homepage des schwulen PDS-Kandidaten (www.joergfischer-online.de) heruntergeladen, ausgedruckt und ausgefüllt werden.
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